Aufsatzempfehlung: Matthias Töke „Einführung in die Dogmatik des Unternehmenskaufs“

Wer im überfüllten Vorlesungssaal sitzt, dem monotonen Bariton des Professors lauscht und wem sich dabei die Augenlider langsam senken und dann schlagartig öffnen, dem sei ein aktueller Aufsatz von Matthias Töke* nahegelegt, der sich damit befasst, welche Rechtsprobleme und welche Studienrelevanz ein Unternehmenskauf darstellt:

Unternehmenszusammenschlüsse nehmen eine herausragende Stellung in der Beratungspraxis von wirtschaftsrechtlichen Grosskanzleien ein. Dieses allgemein als Mergers & Acquisitions bezeichnete Tätigkeitsfeld erfordert von den Beratern neben einer praktischen Ausbildung „on the job“ ein äußerst fundiertes und insbesondere breit angelegtes rechtswissenschaftliches Fundament sowie eine gewisse Offenheit und Neugier für eine fortwährende interdisziplinäre Weiterbildung, insbesondere auch auf wirtschaftswissenschaftlichem Gebiet.

Am Beispiel eines Unternehmenskaufs soll der Beitrag zeigen, dass der anspruchsvollsten Transaktion im Rahmen von M&A schon die frühe universitäre Ausbildung der an dieser Transaktion beteiligten Berater immanent ist.

Die Untersuchung orientiert sich an dem gewöhnlichen Verlauf eines Unternehmenskaufs. Beginnend mit der Aufnahme von Verhandlungen mit den dazugehörigen Aufklärungspflichten, der Unterzeichnung des sog. Letter of Intent und dessen Rechtsnatur, der Durchführung einer Due Diligence mit einer Auswahl der dieser innewohnenden zahlreichen juristischen Problemen bis hin zu Fragen der Vertragsgestaltung und der Gewährleistung für Mängel des Unternehmens sowie dessen Integration in das erwerbende Unternehmen.

Ziel des Beitrags ist es, dem Leser den Verlauf eines Unternehmenskaufs nahezubringen und die einer solchen Transaktion begegnenden Rechtsfragen aufzuzeigen.

Dieser interessante Beitrag und auch andere nicht zu unterschätzende Aufsätze (etwa darüber, ob George W. Bush wg. des Irak-Krieges bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland strafrechtlich belangt werden kann), finden sich in der kürzlich erschienen neuen Ausgabe der Marburg Law Review, die – und das ist unter studentischen Zeitschriften nicht oft anzutreffen – inzwischen mit geriebener Konsequenz sowohl im Inhalt als auch in der Erscheinung eine extraordinäre Qualität in sich trägt.

Link zur Übersicht der aktuellen Ausgabe der Marburg Law Review (MLR), die neuerdings auch eine Option zum Online-Kauf auf ihrer Website bereitstellt

* geb. Matthias Kazmierczak, studierte in Marburg und Warschau, war Lehrbeauftragter an der Universität Pecs in Ungarn, derzeit Doktorand im Bereich des Rechts der Unternehmensübernahmen bei Prof. Dr. Langenbucher in Frankfurt am Main und arbeitet bei Clifford Chance ebenfalls in Frankfurt am Main

2 Antworten zu „Aufsatzempfehlung: Matthias Töke „Einführung in die Dogmatik des Unternehmenskaufs““

  1. dk sagt:

    Ist es nicht *ungewöhnlich*, seine eigenen Aufsätze zu bewerben ;-) ?

  2. www.justicio.de sagt:

    :-o

Eine Antwort schreiben